19.6.2026 (ca)
Am vergangenen Sonntag (14.6.2026) fand wie angekündigt (vgl. nochmals unsere untenstehende Aktuelle Meldung vom 3.6.2026) der „DAV-Moor-Mitmachtag mit Spatenstich“ statt. Hintergrund ist ein Pilotprojekt zum naturnahen, regionalen und damit unmittelbar erlebbaren CO2-Ausgleich für verbleibende Restemissionen, so wie es gemäß dem DAV-Klimaschutzprogramm ab 2030 vorgesehen ist. Gerade Moore übernehmen als natürliche CO2-Senken eine wichtige Funktion, denn sie entziehen der Atmosphäre das Treibhausgas. Zur Gewinnung landwirtschaftlicher Flächen wurden sie früher oft trockengelegt. Heutige landwirtschaftliche Methoden ermöglichen es, die Moorflächen weiterhin moorschonend zu nutzen und zugleich ihre Klimaleistung wiederherzustellen. Dazu ist zunächst eine Wiedervernässung der Moore erforderlich.
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Zielgebiet für das DAV-Pilotprojekt ist das Brucker Moos bei Aßling südöstlich von München, dabei in Kooperation mit dem Landkreis Ebersberg und seiner Energieagentur mit der „Aktion Zukunft “ und dem gemeinnützigen Unternehmen CO2-regio UG für den operativen Part. Demgemäß galt es am Mitmachtag, unter Anleitung von Fachleuten gemeinsam eine sogenannte Versickerungsmulde auszuheben, welche dem Abfangen von Wasser und dessen gezieltem Versickern im Moorboden dient. Außer dieser schweißtreibenden Arbeit mit Spaten gab es ein buntes Rahmenprogramm mit diversen Infoständen der Projektpartner, geführten Moor-Expeditionen sowie einer Podiumsdiskussion mit den Akteuren der Moorwiedervernässung, so die drei Partnerinstitutionen, die Landwirtschaft und die Wissenschaft. Die Veranstaltung war gut besucht mit reger Beteiligung, daraus resultierte eine mustergültig angelegt Mulde, und auch der Know-how-Transfer gelang bestens. Somit ist man zuversichtlich, dass schon bald wieder ein intaktes Moor entsteht mit all seinen positiven Effekten. Einzig problematisch erscheint der Ausgleich für die Landwirtschaft zu sein, denn die Flächen sind dann anders zu nutzen, nämlich extensiv, also schonend, mit sogenannten wasseraffinen Paludikulturen (insbesondere Schilf, Rohrkolben, Seggen) und sanfter Beweidung (Wasserbüffel und spezielle Rinderrassen). Dies ist bislang weniger ertragreich als konventionelle Landwirtschaft, wobei verschiedene Modelle zur finanziellen Kompensation diskutiert werden, wie Landkauf, -pacht oder auch -tausch. Zudem bestehen bereits gewisse Förder- und Spendenprogramme. Und genau hier bringt sich der DAV ein und stellt sich seiner Klimaverantwortung mit einem CO2-Ausgleich. Allen Beteiligten am Mitmachtag herzlichen Dank!
Bild: Spatenstich zum Ausheben der Versickerungsmulde im Brucker Moos bei Aßling © DAV
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