24.7.2026 (ca)
Bislang wird die vielschichtige Diskussion um den Neubau der Uniklinik Augsburg, den geeigneten Standort und den Erhalt des Klinikparks lediglich auf interessenausgerichteten Veranstaltungen und insbesondere über die Medien geführt. So berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung jüngst (23.7.2026, Ausgabe-Nr. 167, S. 33) unter der Schlagzeile „Naturschützer bestehen auf Patientenpark“:
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„[…] Erst vor wenigen Tagen hatte der Chef der Uniklinik Augsburg, Ärztlicher Direktor Klaus Markstaller, in einem Interview mit unserer Redaktion auf die Chancen und Vorteile für die Region durch den Neubau der Uniklinik hingewiesen. Doch Vertreter aus dem Bund Naturschutz bleiben bei ihrer Kritik – und fühlen sich in ihren Positionen durch die Aussagen von Klaus Markstaller sogar noch bestärkt. […] Jetzt hat Klaus Markstaller von der therapeutischen Wirkung einer entsprechenden Bepflanzung gesprochen, die den Patienten durchaus zugutekommt. „Verbietet sich dann die Abholzung des Parks mit seinen über 1300 Bäumen nicht von selbst?“, fragt Ludwig Fink, Vorsitzender der Ortsgruppe Stadtbergen und ehemaliger Stadtberger Bürgermeister. Er appelliert, die Verantwortlichen mögen sich weiter mit der einst als „realistischer Alternative“ genannten Bebauung östlich der heutigen Uniklinik, in etwa dort, wo noch die alte Kinderklinik steht, befassen. Ob das jedoch den Patientenpark retten könnte, war in der Zwischenzeit vom Staatlichen Bauamt bezweifelt worden. Selbst wenn die neue Uniklinik im Osten gebaut werde, müssten Ausweichquartiere für die dort untergebrachten Nutzungen aufgestellt werden und das wahrscheinlich dort, wo heute der Patientenpark zu finden ist. Das koste Geld. Außerdem gehe es um den Faktor Zeit, sagte auch Klaus Markstaller immer wieder. Doch ist dieses Argument noch aktuell? Zumindest nicht für Ludwig Fink – und auch nicht für Dietmar Kuhlmann, der im Vorstand des Bund Naturschutz Augsburg Sprecher für das Thema Neubau Uniklinik ist. Da inzwischen sogar die Staatsregierung von einem Bezug nicht vor 2040 oder sogar 2043 ausgehe, habe man doch genügend Zeit für Planungen für den östlichen Bereich des Klinikgeländes, so die Meinung beider. Fink wird deutlich: „Dem Augsburger Projekt gehen nach den Worten von Wissenschafts-Minister Blume der Neubau beziehungsweise die Sanierung der Unikliniken Würzburg und München-Großhadern voraus.“ Ob diese Summen überhaupt so schnell verbaut werden könnten? Und Kuhlmann fügt an: „Aus der bisherigen Berichterstattung ergibt sich aus unserer Sicht weiterhin ein klares Bild: Mittel für die eigentliche Bautätigkeit in Augsburg werden erst nach Abschluss der ersten Bauabschnitte in Großhadern und Würzburg zur Verfügung stehen.“
Den gesamten Beitrag online lesen unter:
https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg-land/uniklinik-augsburg-neubau-park-neusaess-stadtbergen-114816828
Es wäre nun endlich an der Zeit, dass man die Argumente und Sichtweisen der Interessengruppen im Dialog, sprich am „Runden Tisch“, ausdiskutiert und gemeinsam einen geeigneten Lösungsweg entwickelt. Dazu gibt es von Seiten der Stadt Augsburg bereits hoffnungsvolle Signale. Der neue und engagierte Ordnungs- und Umweltreferent in der Stadtregierung, Frank Pintsch, strebt ein entsprechendes Gesprächsforum nach der Sommerpause an. Man darf also gespannt sein!