17.8.2026 (ca)
Im großangelegten Augsburger Innovationspark (einstmals eine der letzten natürlichen Freiflächen der Niederterrasse in Haunstetten sowie landwirtschaftlich hochproduktiver Böden der Hochterrasse) sind noch viele der speziell für Forschung und Entwicklung geschaffenen Baugrundstücke frei. Daher kursiert in der Augsburger Stadtregierung die Idee, dort umfänglich Wohnungen zu bauen (vgl. dazu nochmals unsere Aktuelle Meldung vom 22.7.2026). Die Augsburger Allgemeine Zeitung berichtet nun unter obiger Überschrift (13.8.2026, Ausgabe-Nr. 185, S. 32) über den Stand der Diskussion:
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„Mehrere Parteien im Augsburger Stadtrat wollen, dass im Innovationspark in großem Stil Wohnungen gebaut werden. […] Ein weiteres „W“ neben Wirtschaft und Wissenschaft klingt interessant: Wohnraum wird in Augsburg dringend benötigt. Es könnten, so die Idee, künftig Wohnungen für bis 4000 Menschen im Innovationspark entstehen. Die Zahl steht im Raum. Doch ist sie auch realistisch? Angestoßen hat die Diskussion ein Antrag an die Stadtverwaltung, der von einem großen Teil der Regierungskooperation im Augsburger Stadtrat getragen wird. Die Parteien möchten zwischen Bürgermeister-Ulrich-Straße und Messe künftig Wohnen für bis zu 4000 Menschen ermöglichen. Die Verwaltung solle sich entsprechende Gedanken machen, heißt es in dem Antrag. In der Stadtverwaltung sieht man offensichtlich Chancen, dass sich auch künftig noch Forschungseinrichtungen und Firmen auf dem Areal ansiedeln. „Der Innovationspark ist als Langfristprojekt angelegt“, heißt es in einer Stellungnahme aus dem Stadtentwicklungsreferat. Zudem wird darauf verwiesen, dass in den vergangenen Jahren rund 500 Millionen Euro in den Innovationspark investiert wurden noch ohne öffentliche Infrastruktur wie Straßen. Dem Bau von Wohnungen will man sich aber auch nicht verweigern: „Gleichwohl ist es richtig und sinnvoll, neue Überlegungen im Hinblick auf ein urbanes Quartier mit weiteren Nutzungen aufzunehmen, zu ermitteln und zu bewerten.“ Würden die Überlegungen weiter verfolgt, käme das Augsburger Unternehmen Walter Beteiligungen und Immobilien AG ins Spiel. Die Firma hat vor einigen Jahren mehrere große Flächen im Innovationspark erworben. Es sind rund 65.000 Quadratmeter, was umgerechnet neun Fußballfeldern entspricht. Vorstand Jürgen Kolper bestätigt, „dass wir nicht aus allen Wolken gefallen sind, als die Überlegung öffentlich geäußert wurde“. […] Die Firma Walter stehe neuen Ideen offen gegenüber, sagt Kolper. Der Eindruck, dass hier künftig einmal bis zu 4000 Menschen wohnen könnten, könne aber „so pauschal nicht nachvollzogen werden“, schränkt der Firmenvertreter ein. „Man wird hier sicherlich kein reines Wohngebiet machen.“ Es gehe darum, einen zeitgemäßen Innovationspark zu entwickeln, „in dem sicherlich auch Wohnen möglich sein wird“. Man müsse den fast 20 Jahre alten Bebauungsplan überarbeiten und auf zeitgemäße Anforderungen ändern - was bis zu zwei Jahre dauere. Bis alle Gebäudekomplexe realisiert sind, könnte es dann wohl bis zu zehn Jahren dauern. […] Eine Weiterentwicklung des Innovationsparks, die dann auch Wohnraum vorsieht, sei für alle Beteiligten interessant, so der Vorstand. Augsburg könne sich an anderen Städten orientieren. In Barcelona sei ein ähnliches Projekt entstanden. Wohnen, das in unterschiedlichen Wohnformen umgesetzt werde, macht nach einer Schätzung dort etwas mehr als ein Drittel der Fläche aus. Augsburg habe zudem den Vorteil, dass der Innovationspark gut erschlossen sei. Die Stadt schaffe zudem aktuell einen Park, der die Aufenthaltsqualität erhöhen soll. […]“
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https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/debatte-um-innovationspark-koennten-hier-wirklich-wohnungen-fuer-bis-zu-4000-menschen-entstehen-5-114944626
Bild: TZA im Innovationspark Augsburg (Quelle: Wikimedia Commons, Von Mailtosap - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=79451434)