11.9.2026 (ca)
Der Deutsche Alpenverein ist mit der Marktgemeinde Bad Hindelang im Allgäu sehr verbunden, einerseits mit seiner dort etablierten „Jugendbildungsstätte“ der Jugendorganisation JDAV, zum anderen aber auch mit dem „Immateriellen Kulturerbe“ der Marktgemeinde, wozu nicht nur die Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur zählt (vgl. dazu nochmals unsere untenstehende Aktuelle Meldung „Neues Buch „Hochalpine Allgäuer Alpwirtschaftskultur in Bad Hindelang – Immaterielles Kulturerbe in Deutschland“ vom 16.3.2026), sondern auch das Brauchtum im Ort: „Easse und ’s olte Wisse“ ist ein ebenso ungewöhnliches wie ehrgeiziges Buchprojekt, das Lebenslinien alteingesessener Allgäuer aus der Marktgemeinde Bad Hindelang mit ihrer Küche und dem Kochen verbindet. Dabei geht es um ein arbeitsreiches, aber zufriedenes Leben, um Alpwirtschaft und Bergkäse, um Ziger und Butterschmalz. Diese etwas andere Publikation zur Kochkunst entstand nicht zuletzt deshalb, weil wertvolles Wissen älterer Dorfbewohner verloren zu gehen drohte. 18 Allgäuerinnen und Allgäuer haben sich deshalb interviewen lassen. Dieses Buch präsentiert mehr als 80 Originalrezepte. Diese sind auch eine Art Reise in die Kindheit. Die Gerichte, die die Oma gekocht hat, wecken ein Leben lang Erinnerungen. Die Rezepte zeigen aber auch, wie man mit einfachen „ehrlichen“ Lebensmitteln schmackhafte Gerichte kochen kann.
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Die Daten zum Koch- und gleichsam Kulturbuch, nunmehr in dritter Auflage: Marktgemeinde Bad Hindelang (Hrsg.), „Easse und ’s olte Wisse – Originalrezepte und Lebensgeschichten aus Bad Hindelang in den Allgäuer Alpen“, 240x230 mm, 120 Seiten, 150 Abbildungen, context verlag Augsburg /Nürnberg, 3. Auflage 2026, SBN 978-3-946917-36-6, Preis 24,90 €. Weitere Informationen mit Leseprobe unter:
https://www.context-mv.de/buchdetails-kochbuecher/items/easse-und-s-olte-wisse.html
Jetzt wäre es sehr wünschenswert, wenn das eine oder andere Gericht als kulinarisch interessantes und nahrhaftes „Bergsteigeressen“ auf den Speisekarten der Alpenhütten zu erschwinglichem Preis erscheinen würde. Dies entspräche ganz dem „Wegweiser Hütten 2030“ des DAV, welcher auf der letzten Vereinshauptversammlung Ende 2025 in Passau beschlossen wurde mit der Zielsetzung, Wege und insbesondere Hütten nachhaltig, klima- und ressourcenschonend zu erhalten und zu betreiben. Diese Aufgabe ist aktueller denn je! – Und vielleicht gibt es ja auch in der Augsburger Gastronomie Möglichkeiten, regionale, ausgewogene und emissionsarme Küche zu günstigen Preisen zu offerieren, Nachfrage wäre sicherlich vorhanden.